Honigmilch, ein Glas Bier oder doch lieber ein Kräutertee?

Der Einfluss von Ernährung bei Schlafstörungen
c/o Hassan Haddad

Sicherlich brauchen wir mit fortschreitendem Alter weniger Schlaf und ungewöhnlich ist es auch dann nicht, wenn wir nicht mehr 6-7 Stunden durchgängig in Morpheus Armen schlummern. Wenn die Menschen jedoch im angespannten Arbeitsalltag stehen, dann können Schlafmangel und permanente Schlafstörungen zu starken Beeinträchtigungen der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit führen, wie im Artikel über die Schlafstörungen nachzulesen ist. Dann sollten wir damit beginnen, die Ursachen herauszufinden, d.h., unseren Lebensstil, die Stressfaktoren, den Tagesablauf, und überdenken, was wir daran ändern könnten.

Gerade die Ernährung ist für viele physische und psychische Störungen ein wichtiger Einflussfaktor, dem zumeist viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Wir essen und trinken angepasst an bestimmte Trends, Gewohnheiten und alltagsbedingte Notwendigkeiten bzw. Zwänge (Zeitfaktor! Fastfood!), und „belohnen“ uns nach dem wohlverdienten Feierabend zu vorgerückter Abendstunde mit Pizza, Pasta, Snacks und Zuckersüßem, einer Flasche Wein oder ein paar Bierchen auf dem Sofa vor Doctor Strange oder Jason Bourne oder einem neuen Tatort. Wen wundert´s dann, wenn wir vielleicht schnell einschlafen im Rotwein- oder Bierrausch, der Bauch wohlig gefüllt mit Kalorienbomben und Fett. Doch schwer wird es, den erholsamen Tiefschlaf zu erreichen. Das Unterbewusstsein verarbeitet im Traum das letzte Gemetzel im Actionfilm, während Fett und Kohlenhydrate mühsam aber stetig verdaut und verstoffwechselt werden. Dafür sorgt u.a. eine angestrengte Magen-Darm-Bewegung und eine erhöhte Insulinausschüttung, die in Folge des rasch angestiegenen Blutzuckers die Glucose über die Leber in Muskeln und Gehirn schleust, woraufhin der Blutzucker aber auch schnell wieder sinkt und wir evt. aufwachen, weil wir schon wieder ein Hungergefühl haben. Ein Zuviel des Guten lässt uns also auf Dauer nicht nur schlecht durchschlafen, sondern auch immer dicker werden. Im Bett, d.h. im Ruhezustand, können wir natürlich noch viel weniger überschüssige Kalorien durch Muskeltätigkeit verbrennen, sie werden quasi ungenützt als Fettreserven eingelagert.

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