Autogenes Training bei Schlafstörungen

autogenes training bei schlafstörungen

 

Schlafstörungen (Insomnien) sind  ein weit verbreitetes Phänomen unter dem viele Menschen zeitweilig oder chronisch leiden können. Schlafstörungen können als Ein- und/oder Durchschlafstörungen oder morgendlichem Erwachen auftreten. Häufig liegen  jedoch Mischformen vor. Die Ursachen sind vielfältig und können nur durch eine  ausführliche Anamnese und entsprechende Untersuchungen diagnostiziert und klassifiziert werden. Ich möchte mich in diesem Blockartikel mit der psychophysiologischen Schlafstörung beschäftigen, da Autogenes Training eine effiziente und wirkungsvolle Intervention ist.

Doch wann spricht man eigentlich von Schlafstörungen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Schlafstörungen anhand folgender Kriterien

  • Der Patient klagt über Einschlafstörungen oder schlechter Schalfqualität.
  • Die Schlafstörungen treten wenigstens 3 mal pro Woche und mindestens einen Monat lang auf.
  • Es besteht ein überwiegendes Beschäftigtsein des Patienten mit der Schlafstörung nachts und während des Tages eine übertriebene Sorge über deren negative Konsequenzen.
  • Die unbefriedigende Schlafdauer und/oder Schlafqualität verursacht entweder einen deutlichen Leistungsdruck oder wirkt sich störend auf die soziale und berufliche Leistungsfähigkeit aus.

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Stress hat viele Gesichter

„Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von der kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.“                                  (Jean-Jaques Rousseau)

Stress und die damit verbundenen Faktoren sind vielfältig und individuell. Die Wahrnehmung von Stress in unserem Gehirn ist abhängig von vielen Einflüssen, wie Persönlichkeitsstrukturen, Erfahrungen oder aktueller Verfassung. Stressempfindungen können in uns selbst entstehen (endogene Stressoren) oder von außen (exogen) auf uns wirken. Typische exogene Faktoren sind Überbelastung im Berufsleben, Existenz- und Zukunftsängste oder Erkrankungen, besonders chronische Leiden. Endogene Stressfaktoren sind häufig Ängste, Selbstzweifel oder das ewig kreiselnde Gedankenkarussel, was uns nicht zur Ruhe kommen lässt. Wechselwirkungen zwischen endogenen und exogenen Einflüssen sind oft zu beobachten und können sich auch auf körperlicher Ebene äußern. „Stress hat viele Gesichter“ weiterlesen

Was ist Stress?

akuter und chronischer stress

„Allgemeine Bezeichnung für die Reaktionen des Organismus auf psychische oder physische Beanspruchung durch Stressoren.“ (Def. Pschyrembel)

Die allgemeine körperliche Reaktion wird als Stressreaktion, bzw. als -antwort bezeichnet. Stressoren können in uns selbst (Wut, Ängste, Gedankenkreiseln) entstehen oder als äußere Einflüsse (Prüfungen, ein Vorstellungsgespräch, familiäre Belastungen) Stressreaktionen auslösen. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungskriterium ist der akute und der chronische Stress.

Akuter Stress

Entwicklungsgeschichtlich sind Stress und die entsprechenden Reaktionen für Mensch und Tier überlebenswichtig und arterhaltend. Das Leben der frühgeschichtlichen Menschheit wurde, neben Fortpflanzung, von Jagd und Flucht dominiert. In diesen Situationen waren Muskelkraft, Schnelligkeit, Gefahreneinschätzung und Reaktionsvermögen gefragt. Die Bewältigung akuter Stresssituationen hat den Erhalt des eigenen Lebens und das Überleben des Familienbundes gesichert. „Was ist Stress?“ weiterlesen